Laut Wettervorhersage sollte es heute überwiegend bedeckt sein, auch mit ein paar leichten Schauern musste man rechnen. Tatsächlich war der Himmel bereits stark „ergraut“, als ich um 7:10 Uhr aufstand. Nach dem Frühstück entleerte ich noch kurz meine WC-Kassette, dann ging es auch schon los.

Ich war kaum zehn Minuten unterwegs, da fing es auch schon an zu regnen; zuerst tatsächlich nur sehr leicht, später aber richtig heftig, sodass ich ziemliche Schwierigkeiten hatte, mich auf die nassen und schnell sehr rutschigen Straßen zu konzentrieren! Leider war dieser starke Regen genau das, was mich den gesamten Tag bis zum Schlafengehen begleiten würde, das wusste ich jetzt zum Glück noch nicht…

Mein heutiges Ziel war eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit auf dem Peloponnes, die ich unbedingt sehen und besuchen wollte, die sogenannte Ochsenbauchbucht. Leider fiel dieses Vorhaben buchstäblich ins Wasser!

Diese traumhaft gelegene Bucht mit Namen Voidokilia ist einer der schönsten Badeplätze auf dem Peloponnes, möglicherweise sogar in ganz Griechenland. Er hat die Form eines griechischen Omega, lediglich ein schmaler Spalt in einem Bergrücken ist die einzige Verbindung zum Meer. Die Bucht liegt in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der kleinen Hafenstadt Pylos. Wer Interesse hat, kann ja ’mal danach googeln; man findet wunderschöne Fotos dieser tollen location. Ich kann in diesem Tagesbericht leider nicht damit aufwarten, was ich oben ja bereits angedeutet habe…

In der Bucht selbst kann man leider nicht übernachten, deshalb hatte ich mir vor der Reise bereits einen in der Nähe liegenden Campingplatz herausgesucht, den ich heute auch ansteuerte. Die etwa 50 km lange Fahrt vom Jachthafen in Kalamata bis zum Camping Navarino Beach ging trotz des schlimmen Regens schnell vorüber; ich checkte ein, suchte mir im lang gestreckten Areal meinen zugewiesenen Platz und machte mir dann zum Mittagessen ein paar belegte Brote und einen Kaffee.

Ich hatte immer noch die „leise“ Hoffnung, dass der Regen irgendwann ’mal nachließ und ich zumindest einen kleinen Spaziergang wagen konnte, aber leider war dies nicht der Fall! Ich war tatsächlich gezwungen, den gesamten restlichen Tag im Wohnmobil zu verbringen; vom Traumstrand konnte ich daher leider nur… träumen! 😉

Ein einziges Mal traute ich mich kurz nach draußen, um wenigstens ein Foto für diesen Tag zu ergattern; den schlimmen Regen sieht man ihm zum Glück nicht an, aber zurück im Wohnmobil musste ich erst einmal meine Klamotten wechseln!

Ich vertrieb mir die restliche Zeit mit Lesen und vier weiteren Folgen der TV-Serie Shameless (bis zum Staffelende), machte mir zwischendurch eine Suppe zum Abendessen und ging dann recht früh zu Bett.

Schade um diesen Tag und um die verpasste Chance, aber damit muss man ja selbst in Griechenland auch ’mal rechnen…

2 Kommentare zu “Am Tag, als der Regen kam”

  1. Das mit dem Regen war wirklich schade, denn die Ochsenbauchbucht ist wirklich traumhaft schön.
    Aber noch ein Grund, dass Du Griechenland und die Peloponnes nochmal ansteuerst.

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