Nachdem ich in den letzten fünf Tagen die Städte Cadaqués, Palamós und Barcelona besucht hatte, ging es heute zur Abwechslung ‘mal „auf’s Land“, nämlich in das flache und sumpfige Ebrodelta.

Es befindet sich im Süden Kataloniens an der Mündung des über 900 km langen Ebro in das Mittelmeer und ist mit etwa 320 qkm nach dem Nildelta das zweitgrößte Delta im Mittelmeerraum.

Die Landschaft wird hauptsächlich durch den Reisanbau geprägt. Ein Drittel des Gebiets ist aber als Naturpark ausgewiesen und ist daher artenreiches Brut- und Rastgebiet für über 300 verschiedene Vogelarten!

Für die Übernachtung hatte ich mir einen gebührenfreien Stellplatz in der Nähe des Meeres ausgesucht, der einem Restaurant angegliedert ist und im südlichen Teil des Deltas liegt. Die Fahrt von Barcelona bis dorthin dauerte insgesamt fast drei Stunden (ich hatte zwischendurch noch aufgetankt) und war sehr abwechslungsreich, vor allem nach der Abfahrt von der Hauptstraße in Richtung Delta.

Kurz vor dem Ziel traf ich plötzlich auf eine Straßensperrung wegen eines Fahrradrennens; ich fürchtete schon, ich müsste nun einen etwa 40 km langen Umweg fahren müssen, aber glücklicherweise erfuhr ich von einem netten Polizisten, dass die Sperrung in ca. 15 Minuten wieder aufgehoben werden würde. Diese Zeitspanne konnte ich natürlich problemlos abwarten. 

Der Stellplatz war gut belegt, als ich eintraf, aber es waren noch einige schöne Plätze frei, und so machte ich es mir erst einmal gemütlich und aß etwas zu Mittag! Danach gönnte ich mir ein kleines „Schönheitsschläfchen“ (nicht, dass das bei mir jemals irgendetwas bewirkt hätte…;-)).

Tagsüber war es etwas diesig, das änderte sich erst gegen 16:00 Uhr und die Sonne kam zum Vorschein! Also noch reichlich Zeit für eine ausgiebige Radtour durch diese landschaftlich zwar eigenartige, aber dennoch sehr reizvolle Gegend!

Ich war überrascht, hin und wieder solche Vogelbeobachtungsstände anzutreffen; auch wenn von dort aus nicht immer große Vogelansammlungen zu sehen sind, so kann man doch hervorragend von oben fotografieren… 

Die Landschaft ist übersät mit kleinen Flüssen, Seitenarmen des Ebro oder künstlich für die Bewässerung der Felder angelegten Kanälen, ein perfekter Lebensraum für viele Vögel.

Ibisse traf ich eher selten an, wenn aber doch, dann Schwarze Ibisse!

Flaches Land, so weit das Auge reicht…

…und ab und an ein hübsches kleines Landhaus! 😉

Die Kanäle wurden zahlreicher. Ich musste manche Umwege machen, um sie passieren zu können.

Und dann traf ich auch endlich auf Flamingos! Sehr schöne und elegante Vögel, finde ich!

Schließlich erreichte ich das Meer und damit auch einen schönen, superbreiten Sandstrand! Hier ließ es sich aushalten…

Kurz vor Ende meiner ca. 25 km langen Tour durchquerte ich noch die kleine Gemeinde El Poblenou del Delta, bevor ich gegen 19:00 wieder am Wohnmobil eintraf.

Nach einem „Feierabendbierchen“ und dem Abendessen machte ich noch einen kleinen Spaziergang, wechselte ein paar Worte mit britischen Wohnmobilnachbarn, machte mir ein paar Notizen zum heutigen Tag und ging dann recht früh schlafen!

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