Zum Frühstück gab‘s heute wieder einmal frische Brötchen aus dem zum Campingplatz gehörenden Supermarkt; diesen Luxus habe ich leider nicht jeden Tag, wenn ich unterwegs bin!

Das Wetter war heute leider nicht mehr so schön wie gestern! Zwar warm, aber eigentlich den gesamten Tag über diesig oder nebelig; vom See konnte man heute nicht so viel sehen! Ich ließ mir dadurch aber nicht den Tag verderben, sondern unternahm ‘mal wieder eine etwas längere Radtour, dieses Mal in Richtung Norden.

Die Strecke führte über Garda, San Vigilio bis nach Torri del Benaco, auf dem Hinweg überwiegend am Wasser entlang, auf dem Rückweg wieder auf der Straße.

Die Uferpromende in Garda ist auch bei nicht so schönem Wetter sehenswert, allerdings sind dann deutlich weniger Touristen unterwegs; das mag allerdings auch an der noch recht frühen Stunde gelegen haben.

Gardas Altstadt hatte ich mir im letzten Jahr aus Zeitgründen nicht ansehen können; da holte ich jetzt nach!

San Vigilio ist eigentlich gar kein eigenständiger Ort, sondern eine kleine Landzunge zwischen Garda und Torri del Benaco. Mit ihrem winzigen Hafen, einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert und der Villa Brenzone, einem eleganten Hotel/Restaurant, gilt sie als einer der schönsten Flecken am Gardasee.

Die wuchtige Scaligerburg von Torri del Benaco beherbergt heute eine Art Heimatmuseum mit Ausstellungsstücken zur Fischerei und zum Olivenanbau.

Es folgen ein paar weitere Eindrücke von Torri del Benaco. Der Ort hat etwas 3.000 Einwohner; Benaco ist übrigens ein anderer Name für den Gardasee, Torri bedeutet Türme.

Im kleinen Hafen ist nicht besonders viel Betrieb…

…aber hier ankert immerhin die Nimitz! 😉

Hübsche Häuserfassaden, teilweise mit Blumen bewachsen, machen einen guten Eindruck.

Heute bleiben die vielen Restaurants und Bars wohl eher leer…

Ich entschließe mich, hier etwas zu essen und bestelle mir einen griechischen Salat.

Der sieht zwar lecker aus, aber geschmacklich hat er mich nicht so überzeugt! Kein Wunder, wenn man in Italien ‘was Griechisches essen will… 😉

Nach dem Essen mache ich mich wieder auf den Rückweg. Zunächst muss ich vom Hafen des Orts auf die Straße kommen, die zurück nach Garda führt.

Statt einen großen Umweg fahren zu müssen, suche ich mir eine Strecke heraus, die quer durch die Bergkette, vor der Torri del Benaco liegt, führen würde. Hätte ich mir in meiner KOMOOT-App das Höhenprofil angesehen, wäre ich mit Sicherheit nicht dort entlang gefahren! Es ging auf unzähligen winzigen Straßen und Pfaden steil nach oben; die Hälfte dieses Abschnitts durfte ich mein Fahrrad schieben! Endlich oben angekommen, musste ich erst ‘mal ein paar Minuten verschnaufen, danach ging‘s aber dann mit einem „Affenzahn“ wieder herunter, sodass mir schon Angst und Bange wurde, ob meine Bremsen das wohl mitmachen würden!

Kurz hinter einem Kreisverkehr sah ich eine Gruppe junger Männer aus Deutschland, die dort eine Pause einlegten. Als ich an vorbei „rauschte“ und ihnen ein fröhliches „Na, schon schlapp…?“ zurief, mussten sie schmunzeln und riefen mir etwas hinterher, was ich aber nicht mehr richtig verstand, weil ich schon wieder weit weg war; ich glaube, es war aber irgendwas mit „Opa“ dabei… 😉

Den Nachmittag und den Abend verbrachte ich am Campingplatz; abends lief im TV „Goodbye Lenin“, ein schöner Film, den ich mir jetzt zum zweiten Mal angesehen habe.

Die Wetteraussichten für morgen versprechen wieder Sonnenschein… 😉

6 Kommentare zu “Gardasee im Nebel”

  1. Hallo Wolfgang,
    dem diesigen Wetter hattest du mit deiner Fahrradtour einiges entgegenzusetzen und die vielen schönen Fotos zeigen davon . Die Nimitz ist originell und das du dir einen griechischen Salat bestellt hast passt gar nicht zu dir 😉
    Viele Grüße, Roland

    1. Danke für deinen Kommentar, Roland! Im April geht’s mit dem WoMo nach Griechenland. Dort werde ich mir dann ‘mal einen italienischen Salat bestellen; vielleicht klappt das ja besser… 😉

        1. Ja, auf jeden Fall! Und es stimmt natürlich, das wird ‘ne ziemlich lange Tour (etwa 7.000 km). Aber du kennst mich ja; bei mir ist immer der Weg das Ziel! 😉 Ich werde in knapp 3 Wochen den Peloponnes umrunden; in den zwei Wochen für die An- und Abfahrt fahre ich durch 13 Länder und besuche 11 Hauptstädte! Bin ‘mal gespannt, ob das tatsächlich so klappt… 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.