…heisst es ja auf italienisch, das süße Nichtstun! Eigentlich liegt mir das gar nicht so, schon gar nicht auf Reisen, aber nach dem ziemlich anstrengenden Tag gestern hatte ich mich nach dem Duschen spontan entschlossen, heute ‘mal nichts, naja, fast nichts zu tun! Diese Entscheidung fiel mir umso leichter, als ich ja noch zwei weitere Tage hatte, um meine beiden noch kommenden Vorhaben durchführen zu können.

Ich frühstückte deshalb in aller Ruhe, erledigte einige fällige Arbeiten im und am Wohnmobil und setzte mich danach wieder nach draußen, um ein bisschen im Internet zu recherchieren.

Natürlich konnte ich nicht den ganzen Tag lang wirklich nichts tun, das funktioniert bei mir irgendwie nicht richtig! Deshalb „sattelte“ ich mein Fahrrad, um wenigstens den Ort noch etwas besser kennenlernen zu können, und fuhr zur Abwechslung ‘mal auf mir noch nicht bekannten Seitenstraßen in Richtung Süden.

Ich wollte eigentlich nur bis zum Strand fahren. Dort fiel mir aber ein, dass ich mich hier vielleicht nach einer Bootstour erkundigen könnte. Ich wollte nämlich morgen mit dem Zug nach La Spezia fahren und von dort aus mit einem Ausflugsboot alle fünf Dörfer der Cinque Terre „abklappern“. Das Schiff würde dann wieder hier in Levanto ankommen. Ich fuhr also bis zum Südostende des Ortes, wo ich auch vorgestern schon war; dort befanden sich der Bootsanleger und das dazu gehörende Tickethäuschen.

Die Dame, die dort gerade Dienst tat, sagte mir allerdings, dass sie nur Tickets für Fahrten ab Levanto verkaufen könnte. Schade, denn ich wollte mir vorab eines sichern, um nicht im schlimmsten Fall in La Spezia gesagt zu bekommen, dass alles ausverkauft sei!

Nun hatte ich gar keine Lust, sofort wieder zum Campingplatz zurückzufahren, und kam auf die doofe Idee, ‘mal aus dem Ort hinauszufahren, die Hügel hinauf, um von dort oben einen Blick auf den Ort zu werfen. Ich hatte zwar meine „große“ Kamera nicht dabei, aber die vom iPhone tut’s ja auch!

Warum „doofe Idee“? Nun, ich hatte vor zwei Tagen ja schon berichtet, dass das Fahrradfahren hier in den Bergen nicht gerade ein „Zuckerschlecken“ sein dürfte, und das hatte ich jetzt mit dieser extrem anstrengenden „Kraxelei“ zweifelsfrei bewiesen! Ich hatte mir in meiner Outdoor-App einen Punkt oben in den Bergen ausgesucht, von dem aus man eigentlich prima nach unten sehen können müsste. Den hab‘ ich leider nicht ganz erreicht, weil die Zufahrt, die am Ende dorthin führen sollte, leider mit einem unübersehbaren Schild mit der Aufschrift „PRIVATAMENTE“ versehen war.

Trotzdem hatte ich aber auf der Strecke bis dahin mehrfach Gelegenheit gehabt, Levanto von oben zu betrachten; ein sehr schöner Anblick, finde ich!

Wie man sich leicht vorstellen kann, dauerte die Abfahrt nur wenige Minuten; ich musste wieder ‘mal gut aufpassen, dass ich nicht zu viel speed bekam, denn Bremsen könnten ja auch ‘mal den Dienst versagen…

Im Ort angekommen, machte ich noch einen kleinen Abstecher zum Bahnhof, danach ging es wieder zurück zum Campingplatz, wo jetzt eine ausgiebige Mittagspause dran war!

Am späten Nachmittag fuhr ich ein zweites Mal mit dem Rad los, dieses Mal aber nur zu einem Supermarkt (Conad), wo ich außer ein paar fehlenden Lebensmitteln auch die ersten Dinge einkaufte, die ich mit nachhause nehmen wollte, unter anderem eine Flasche Arancello (Orangenlikör) und ein Glas Pesto.

Den Nachmittag und den Abend verbrachte ich mit Notizen schreiben, WhatsApp-Nachrichten versenden, Cocktails mischen (Mist, der Gin ist aus!) und Abendessen. Und ich überlegte mir noch ‘mal etwas genauer, wie ich das mit dem Bootsausflug morgen nun machen wollte…

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