Meine erste Station auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst war heute Born auf Darß. Der Ort liegt am Bodden, also an der der Ostsee abgewandten Seite. Die Halbinsel trennt ja die so genannte Darß-Zingster Boddenkette von der offenen Ostsee.

Ich hatte mich für den Campingplatz Regenbogen entschieden, einer Ferienanlage direkt an der Grenze des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Einer der Gründe dafür war auch, dass hier meine ACSI-Rabattkarte, mit der man auf Campingplätzen Rabatte in der Nebensaison erhält, noch bis Ende Juni akzeptiert werden sollte.

An der Rezeption stellte ich allerdings mit Schrecken fest, dass ich die ACSI-Karte nicht dabei hatte! Praktischerweise fiel mir auch sofort der Grund dafür ein: Ich hatte sie während meiner Kurzreise an die Flensburger Förde auf dem dänischen Campingplatz in Broager vergessen, oder besser gesagt, die Betreiberin hatte vergessen, sie mir beim Auschecken wieder auszuhändigen! Glücklicherweise war das aber jetzt nicht so schlimm, denn der reguläre Preis für eine Person (und ohne Stromanschluss; den brauchte ich nicht) lag nur 50 Cents über dem rabattierten Preis!

Der Platz erwies sich als riesiges Gelände, meist naturbelassen und mit großem Baumbestand. Es gab keine sichtbare Parzellierung, jeder stellte sich einfach dorthin, wo es ihm gefiel. Das Ganze sah für mich ein wenig „in die Jahre gekommen“ aus, war aber sonst ganz ok! Ich suchte mir einen schönen Platz aus und bereitete danach meine Fahrradtour vor.

Zunächst fuhr ich ein wenig auf dem Campingplatz herum, das Gelände war wirklich sehr weitläufig.

Danach verließ ich den Platz und startete meine Tour bei schönstem Wetter. Ich fuhr erst durch Born auf Darß, danach durch den ebenfalls recht kleinen Ort Wieck auf Darß und später dann in Richtung Norden und zu meinem eigentlichen Ziel, zum Ostseebad Prerow.

Das war wieder ‘mal eine Radtour so ganz nach meinem Geschmack! Ich hatte schönes Wetter, es wehte ein leichter, aber warmer Wind und ich durchfuhr eine wunderschöne Bilderbuchlandschaft! Die kleine Orte hier sind häufig von reetgedeckten Häusern geprägt, und das meist schilfbewachsene Ufer am Bodden mit den kleinen Häfen und Aussichtsplätzen ist der pure Genuss!

Ab jetzt geht’s in Richtung Nordwesten, nach Prerow.

Dort traf ich zuerst auf den kleinen Binnenhafen am Prerower Strom, einem Gewässer, das den Darß weitgehend von der Halbinsel Zingst trennt. Hier werden auch Bootsfahrten zu verschiedenen Orten angeboten.

Die Seemannskirche Prerow stammt aus dem 18. Jahrhundert; sie ist die älteste Kirche auf dem Darß und diente früher auch als Orientierungspunkt für die Schifffahrt.

Hier fuhr ich auf einer kleinen Holzbrücke über den Prerower Strom zum Strand und bis zur 394 m langen Seebrücke.

Hier tritt man natürlich wieder auf die üblichen Läden, Restaurants und Cafés. Die vielen Menschen hier kamen mir nach der „einsamen“ Fahrt durch die schöne Landschaft richtig merkwürdig vor!

Hier machte ich nun eine längere Pause, sah mich um und fand sogar einen Fotomagneten für meine Sammlung. Später fuhr ich dann durch den Darßer Wald, den ich mir morgen oder übermorgen noch genauer anschauen werde, zurück zum Campingplatz, wo ich den Rest des Tages verbrachte.

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