Gestern begann meine vorerst letzte Etappe in Norwegen! Die Strecke vom Nordkap bis nach Kirkenes betrug wieder ca. 550 km und erforderte daher ebenfalls eine Zwischenübernachtung.

Am Morgen erwartete mich noch besseres Wetter als auf den Hinfahrt zum Kap und ich freute mich deshalb ganz besonders auf die Rückfahrt über die Insel Magerøya bis zur Europastraße E6.

Durch das intensive und von keiner Wolke getrübte Sonnenlicht kamen mir manche Buchten und Strände noch karibischer vor als schon am Vortag, obwohl es mit 16 bis 18 Grad gar nicht besonders warm war. Besonders die Passagen direkt an der Küste konnte ich nun noch intensiver genießen.

Schließlich musste ich wieder, wie ja auch schon am Vortag, durch den 1999 eröffneten Nordkaptunnel. Er ist fast 7 km lang und liegt an der tiefsten Stelle mehr als 200 m unter dem Meeresspiegel! Die Mautpflicht für die Finanzierung der Baukosten von etwa 110 Millionen Euro endete – zwei Jahre früher, als geplant – bereits Mitte 2012. Glück für mich, denn die Maut für ein Wohnmobil betrug zuletzt fast 50 Euro, für eine Strecke, wohlgemerkt…

Zurück auf der E6, entdeckte ich ein paar Fahrminuten östlich von Olderfjord direkt an der Straße diese hübsche kleine Kirche und nutzte den Fotostopp gleich für eine kleine Mittagspause…

Das schöne Wetter hielt sich den ganzen Tag über, und ich staunte wieder einmal mehr über die vielfältigen und wunderschönen Landschaften dort oben im hohen Norden.

Gegen 18:00 Uhr erreichte ich das winzige Fischernest Suossjokha, wo ich am Hafen direkt am Wasser parken und übernachten konnte. Dort standen bereits zwei Wohnmobile, eines davon mit Pinneberger und das andere mit Ostholsteiner Kennzeichen; die Welt ist halt ein Dorf… 😉

Der heutige Tag verlief bis Kirkenes mehr oder weniger ereignislos; das Wetter hatte sich besonnen und trug wieder sein geliebtes „Grau-in-Grau“, und es nieselte immer wieder ‘mal; aus diesem Grund gibt‘s leider auch keine zeigenswerten Fotos.

Für Kirkenes hatte ich mir nicht viel vorgenommen, da ich am Spätnachmittag auf jeden Fall noch bis zur finnischen Grenze und etwas darüberhinaus fahren wollte, um (deutlich günstiger als in Norwegen) vollzutanken.

Ich fuhr zunächst zum Hafen, genauer gesagt, zur Anlegestelle der Hurtigruten. Hier in Kirkenes endet nämlich die Strecke der berühmten Postschiff-Linie, die in Bergen beginnt. Ich hatte wieder Glück und konnte einen Foto der Midnatsol machen, das Schiff, mit dem meine Schwester und mein Schwager vor einiger Zeit ihre Winterreise gemacht haben und von der sie noch heute träumen…

Nach einem Einkauf im Supermarkt und einem kleinen Snack in einem angeschlossenen Burger-Laden, indem (gefühlt) alle Gäste russisch sprachen, ging es dann zur nur 42 km entfernten Grenze. Kurz darauf fuhr ich auf eine Tankstelle und später auf einen kleinen, abseits der Straße gelegenen Picknickplatz und verbrachte meine erste Wohnmobil-Nacht in Finnland, wieder ‘mal bei strömendem Regen…

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