Allerletzte Station auf meiner kleinen „Jungfernreise“ mit dem neuen Wohnmobil war heute Cuxhaven, an der Mündung der Elbe in die Nordsee gelegen. Die Fahrt von Bremerhaven hierher dauerte nur etwas mehr als eine halbe Stunde.

Ich war gespannt auf den Wohnmobilstellplatz Am Fährhafen, von dem ich vorher schon viel gelesen hatte, und der sogar ‘mal Gegenstand einer NDR-Dokumentation gewesen ist. Irgendwie hat dieser Platz eine Art Kultstatus; hier muss man als WoMo-Fahrer mindestens einmal gewesen sein, heisst es…

Dabei bietet er, ‘mal abgesehen von der tollen Lage direkt am Wasser und an den hier vorbei ziehenden Schiffen, absolut nichts besonders! Man steht, dicht an dicht und ohne Schatten, auf gefliestem Untergrund, es gibt keine sanitären Anlagen, und besonders günstig ist es hier auch nicht gerade! Dennoch „tummeln“ sich hier bis zu 100 Wohnmobile; unter Campern wird dieser Stellplatz einfach nur liebevoll Die Platte genannt, was ja auch irgendwie ganz gut passt! Klar, hier musste ich halt auch ‘mal hin… 😉

Als ich eintraf, waren in der ersten Reihe tatsächlich nur noch (oder schon wieder?) zwei Plätze frei, von denen ich mir natürlich sofort einen schnappte. Weiter weg vom Wasser und dadurch natürlich mit deutlich schlechterer Sicht war allerdings noch sehr viel frei!

Ich wurde kurz, aber freundlich vom Platzwart begrüsst, zog dann ein Ticket aus dem Automaten (13,- EUR) und fuhr mein Fahrzeug auf die beiden Auffahrkeile; die Parzellen der ersten Reihe fallen leicht zum Wasser hin ab.

Ich hatte kurz vorher noch in einem Supermark eingekauft und legte nun erst ‘mal eine kleine Mittagspause ein. Danach ging es aber sofort auf Tour, mit dem Fahrrad natürlich.

Hier ein Blick auf „die Platte“ aus etwas größerer Entfernung und aus westlicher Richtung.

Am Hafen trifft man auf den so genannten Windsemaphor B/H. Das Gerät aus dem Jahr 1884 zeigt den in die Nordsee ausfahrenden Schiffen die jeweiligen Windrichtungen und Windstärken auf den Inseln Borkum („B“) und Helgoland („H“) an.

Gleich in der Nähe erinnert ein Mahnmal an die Einsätze der ersten Minensucheinheiten der deutschen Marine im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Das Wahrzeichen von Cuxhaven schlechthin ist die markante, etwa 30 m hohe Kugelbake, ein aus Holz gebautes Seezeichen. Geographisch gesehen endet genau hier die Elbe, und es beginnt die Nordsee.

Wenn man hier etwas verweilt und sich die ein- und ausfahrenden Schiffe anschaut, hat man schon nach relativ kurzer Zeit eine ansehnliche „Sammlung“ kleiner und auch sehr großer „Pötte“ zusammen! Hin und wieder kann man hier auch riesige Kreuzfahrtschiffe aus nächster Nähe bestaunen; dieses Glück war mir aber leider nicht vergönnt, denn um diese Jahreszeit sind die eigentlich noch nicht unterwegs, jedenfalls nicht hier im Norden…

Auch Fischkutter gibt es noch in Cuxhaven, im alten Hafen löschen sie ihren Fang. Fisch kann man also kaum frischer bekommen als hier in den Läden und Restaurants.

Zum Ende meiner Tour sah ich mich auch im Hafengelände etwas um.

Das alte Seebäderschiff Atlantis wurde früher auf der Strecke Cuxhaven – Helgoland eingesetzt. Die letzte planmäßige Fahrt fand am 15. Dezember 2015 statt, seitdem liegt das Schiff an der Alten Liebe hier in der Stadt.

Dann ging es schließlich zurück zum Wohnmobilstellplatz, wo ich es mir gemütlich machte. Hier kam gerade die MS Helgoland mit ihren Tagesausflüglern von Helgoland zurück.

Den Abend verbrachte ich mit einem kleinen Spaziergang auf dem Platz, einem kurzen Schwätzchen mit den Nachbarn und mit Musik hören.

Mit dem Verlauf meiner ersten Reise war ich nun rundum zufrieden! Alles funktionierte perfekt, und ich hatte, so ganz nebenbei, auch noch viele neue Orte und Sehenswürdigkeiten besuchen können. Genau das war es ja, was ich mir von meinen zukünftigen Wohnmobilreise versprochen hatte. Ich freue mich nun wahnsinnig auf die nächste Reise und kann es kaum abwarten, bis es wieder soweit ist; morgen geht’s aber erst ‘mal wieder nachhause… 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.