Nach meinem gestrigen Besuch im Keukenhof stand mir heute noch ein weiterer Tag zur Verfügung, den ich wieder ‘mal für eine etwas längere Radtour ausnutzen wollte. Ich stehe jetzt immer noch auf dem Campingplatz Op Hoop van Zegen, fahre allerdings morgen früh weiter.

Als Ziel für meine heutige Tour habe ich mir den Ort Katwijk ausgesucht. Katwijk hat fast 65.000 Einwohner auf nur 19 km² und ist damit eine der am dichtesten besiedelten Gemeinden Hollands. Die Nordseestadt ist ein vor allem bei deutschen Touristen beliebter Badeort mit einem sehr breiten Sandstrand; der Tourismus ist daher auch ihre Haupterwerbsquelle. Es gibt aber auch eine Hochseefischereiflotte und fischverarbeitende Betriebe.

Vom Campingplatz aus fuhr ich, weil es auf der direkten Strecke lag, zunächst nach Noordwijk, das ich ja schon vorgestern besucht hatte, danach ging es weiter nach Katwijk und zum Strand. Dort traf in als erstes auf einen markantes Denkmal, das den zwischen 1900 und 2000 ertrunkenen Seeleuten gewidmet ist; hier sind auf sechs getrennten Stahlplatten die Namen aller Opfer eingestanzt.

Beim Anblick des breiten und sauberen Strands wird einem schnell klar, warum dies ein beliebter Badeort sein muss; jetzt, am Dienstagmorgen, war hier allerdings trotz des schönen Wetters so gut wie niemand zu sehen, daher fuhr ich auch kurz darauf in die Stadt hinein.

Das nächste Foto zeigt den Prins Hendrikkanaal, der in den Oude Rijn (ein Überbleibsel des früheren Rheins) mündet; hier kann man entspannt bummeln und den Freitzeit- oder auch Berufskapitänen bei ihrer Arbeit zusehen. Auch einige Restaurants und Cafés sind dort zu finden.

Danach habe ich die Fußgängerzone aufgesucht und mir dort, das Fahrrad meistens schiebend, alles ausführlich angesehen; hier herrschte deutlich mehr Betrieb als am Strand! Ein paar Mitbringsel (Tulpenzwiebeln, Käse und einiges mehr) konnte ich auch noch günstig erstehen. Danach legte ich eine kleine Pause ein und verschlang ein wirklich leckeres Matjesbrötchen; später erledigte ich noch einen kleineren Einkauf beim örtlichen Lidl. Schließlich fuhr ich wieder zurück zum Strand und dann zum Ortsausgang Richtung Noordwijk.

Während meine Hinfahrt einige Kilometer vom Meer entfernt verlief, wollte ich jetzt, falls machbar,  so nah wie möglich am Strand zurück nach Noordwijk fahren. Das gelang mir auch; ein sehr reizvoller Radweg führte direkt durch die imposante Dünenlandschaft in den Nachbarort.

Jetzt war es gleich geschafft, im Hintergrund sind bereits die Hotels von Nordwijk zu sehen; danach ist es nur ein relativ kurzes Stück zurück bis zum Campingplatz…

Ich war bereits gegen Mittag wieder am Wohnmobil, obwohl die gesamte Tour doch immerhin 30 km lang war. Den Rest des Tages verbrachte ich ausnahmsweise ‘mal in oder am Wohnmobil; auch dort gibt‘s ab und an so einiges zu tun…

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