Heute bin ich in der Hafenstadt Hirtshals und damit schon relativ dicht am nördlichsten Punkt meiner Reise und Dänemarks angelangt!

Vorher wollte ich aber noch Løkken besuchen. Das 1.600-Seelen-Dorf kann mit einer Vielzahl von Ferienhäuschen, Geschäften und Restaurants sowie einem feinsandigen Badestrand aufwarten und zieht im Sommer sehr viele Touristen an. Ich parkte auf einem großen Parkplatz und marschierte los.

Mich hat der Ort nicht besonders beeindruckt, muss ich sagen! Das hat sicher0 ‘mal wieder mit dem Wetter zu tun, das heute den gesamten Tag über sein kleines Graues übergestreift hatte! Und aus diesem Grund fehlte natürlich genau das, was die Atmosphäre eines solchen Orts eben auch ausmacht und worauf er eigentlich gut vorbereitet ist: die Touristen nämlich! Sicher sind die Ferienhäuschen gut gebucht, aber im Zentrum waren nur ein paar wenige Menschen unterwegs, alles wirkte ein wenig trist…

Ich ging deshalb kurze Zeit später schon zum Strand, um mich dort auch umzuschauen. Da sah es allerdings nicht viel besser aus, zudem war es recht kalt und windig; der Sand wehte mir um (und in) die Ohren, sodass ich schnell die Lust verlor, mich hier noch viel länger aufzuhalten.

Die Sportveranstaltung, die hier gerade stattfand, hatte kaum Zuschauer; fast alle Menschen, die ich sah, waren entweder die Sportler selbst oder Kampfrichter.

Schon nach einer Stunde saß ich wieder im Wohnmobil, vorher hatte ich in einem Supermarkt gegenüber noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft!

Ich fuhr also weiter nach Hirtshals und buchte mir einen Stellplatz auf dem Campingplatz, der sich gleich am Ortseingang befand, und der mir recht gut gefiel. Leider blieb das Wetter schlecht, sodass ich erst ‘mal in Ruhe ein Mittagessen einnahm und ein kurzes „Verdauungsschläfchen“ hinterher schob!

Danach aber musste das Fahrrad wieder herhalten, schlechtes Wetter hin oder her! Ich fuhr zuerst direkt vor den Campingplatz zum Steilufer und sah mich dort um.

Rechterhand liegen der Ort selbst und seine Hafeneinfahrt. Dort herrschte ein ziemlich reger Schiffsverkehr, denn Hirtshals ist ausser als Fischereihafen auch als Fährhafen besonders wichtig. Hier gib es Fährverbindungen nach Norwegen (Color Line und Fjordline), zu den Faröer-Inseln und nach Island. Der Campingplatz ist deshalb auch ein besonders beliebter Übernachtungsplatz für alle WoMo-Fahrer, die nach Norwegen wollen oder von dort kommen, und deshalb immer gut besucht!

Der nächste Anlaufpunkt war der hübsche Leuchtturm, der sich auf einer Anhöhe südwestlich des Campingplatzes befindet.

Mit einer Feuerhöhe von 57 m ist er einer der höchsten Leuchttürme Dänemarks. Er ging bereits 1863 in Betrieb und bietet eine tolle Aussicht über die Stadt und das Umland sowie (nach links) über die Jammerbucht und (nach rechts) über die Tannisbucht. Unterhalb des Turms befinden sich alte Bunkeranlagen des Atlantikwalls, die unter Denkmalschutz stehen, und die jederzeit kostenlos besichtigt werden können.

Von hier oben kann man natürlich auch sehr schön auf „meinen“ Campingplatz blicken. Entdeckt jemand die dicke schöne Hannelore…? 😉

Danach fuhr ich, zuerst auf der normalen Zufahrtsstraße, später auf kleineren Wegen direkt am Ufer entlang, zum Hafen von Hirtshals.

Hier traf gerade die schnelle Katamaran-Fähre der Fjordline aus dem norwegischen Kristiansand ein; ihre Einfahrt in den Hafen hatte ich leider knapp verpasst.

Sehr viele Boote hier! Hirtshals ist mit über 200 registrierten Fischereischiffen immerhin der zweitgrößte Fischereihafen Dänemarks!

Auf dem Rückweg zum Campingplatz verlief meine geplante Tour mitten durch in Stadt und ihre Einkaufsstraßen, die aufgrund des Wetters allerdings ebenfalls nicht sehr belebt waren.

Nach meiner Rückkehr gab’s ‘mal wieder ein kühles Bier und ein paar kleine Snacks dazu. Ich hatte mich, obwohl es recht kalt war, nach draußen gesetzt, hörte Musik und machte meine übliche „Büroarbeit“.

Da ich heute früh nicht geduscht hatte, holte ich das jetzt nach; die sanitären Anlagen des Platzes können sich wirklich sehen lassen. Alles wirkt sehr modern, funktionell und vor allem… blitzsauber!

Als ich fertig war und das Gebäude verließ, traute ich meinen Augen kaum: Plötzlich strahlend blauer Himmel! Wo zum Teufel sind bloß die vielen Wolken so schnell geblieben? Egal, nicht fragen, nur genießen… 😉

Ich konnte also weiterhin draußen sitzen und später den superschönen Sonnenuntergang fotografieren!

Morgen fahre ich nach Skagen und damit endlich auch, zum ersten Mal in meinem Leben, zum berühmten Kap Grenen.

Hoffentlich hält das Wetter; meine Frisur sitzt jedenfalls… 😉

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