Für den heutigen Vormittag hatte ich mir eine Fahrradtour durch den Darßer Wald vorgenommen. Das 5.800 ha große Waldgebiet liegt im Westen der Halbinsel Darß und ist Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Insgesamt 36 Wege laden zum Wandern mit dem Rad oder zu Fuß ein. Für Pferde gibt es gesonderte Reitwege.

Nach dem Frühstück verließ ich den Campingplatz in Zingst und fuhr nach Prerow; dort suchte ich mir einen geeigneten Parkplatz. Der Parkautomat nahm leider weder Scheine noch EC-Karten an, nur Münzen, und von denen hatte ich leider nicht mehr viel. Ich „kratzte“ insgesamt 4,90 EUR zusammen, das ergab etwa 2,5 Stunden Parkzeit, also eigentlich genug für mein Vorhaben.

Mit dem Rad ging es zunächst nach Norden, zum so genannten Darßer Ort. Damit ist die nördlichste Landzunge der Halbinsel gemeint. Hier gefiel es mir vor allem wegen der Einsamkeit und der schönen Sandbänke besonders gut; ich sah weit und breit keinen einzigen Menschen!

Anschließend besuchte ich den 1848 errichteten und 35 m hohen Leuchtturm Darßer Ort. Sehr lange hielt ich es dort allerdings nicht aus, denn etwa eine Million Mücken hatten es anscheinend nur auf mich abgesehen! Ich konnte gar nicht so schnell um mich schlagen, wie die kleinen Biester über mich herfielen. Auch eine Ortsveränderung half nicht; sie waren einfach überall, und ich hatte meine Fotos doch noch gar nicht „im Kasten“…

Mein letzter Ausweg war ein Zugang zum Strand! Die Mücken war ich jetzt glücklicherweise los, dafür hatte ich aber insgesamt sechs Stiche kassiert! Und zu diesem Zeitpunkt war es extrem heiß, das Laufen im superweichen Sand bereitete mir fast schon Probleme. Ok, man kann halt nicht alles haben… 😉

Mein nächstes Ziel war der Weststrand. Hier ist es besonders romantisch, finde ich. Da der Mensch hier nicht eingreifen darf, verändert sich der Strand ständig; vom Wind umgewehte Bäume bleiben zum Beispiel einfach liegen.

Nachdem ich ein paar Fotos gemacht und sogar meine Füße ‘mal ins (überraschend kalte!) Wasser gesteckt hatte, ging es wieder zurück zum Parkplatz. Mit den 2,5 Stunden für die Parkuhr kam ich ziemlich genau hin; hätte sogar noch 10 Minuten länger bleiben können… 😉

Je weiter nach Osten ich mit meinen Ostsee-Kurzreisen komme, desto weiter werden natürlich auch jedesmal An- und Abfahrt! Da ich den gesamten Rückweg nun nicht in einem Stück fahren wollte, dachte ich über einen letzten Zwischenstopp auf dem Weg nachhause nach. Und da fiel mir wieder Warnemünde ein; der Stellplatz auf der Mittelmole, den ich ja im letzten Jahr schon zweimal besucht und der mir wegen der tollen Sicht auf die vorbeifahrenden Schiffe sehr gut gefallen hatte, kam mir da gerade recht.

Als ich dort eintraf, wurde gerade ein Platz in der ersten Reihe frei; alle anderen waren belegt. Super, blitzschnell eingeparkt, bevor mir da noch jemand zuvorkommt… 😉

Wie man auf dem Foto sieht, lag gerade wieder ein Kreuzfahrer am Terminal, dieses Mal war es die AIDAdiva. Es zeigt auch sehr anschaulich, finde ich, wie ungeheuer riesig diese Schiffe sind, wenn man sich die winzigen Wohnmobile im Vordergrund anschaut.

Wie üblich, war hier wieder sehr viel los; tagsüber ziehen hier unzählige Schiffe vorbei, darunter auch sehr viele Fähren, die z.B. nach Schweden fahren bzw. von dort kommen.

Ich startete nun meine heutige zweite Radtour und schaute mich ein wenig im Ort und am Alten Strom um. Nach meiner Rückkehr zum Wohnmobil gönnte ich mir dann eine gemütliche Kaffeepause.

Ich hatte inzwischen im Internet gelesen, dass die AIDAdiva um 18:00 Uhr ablegen würde. Zu diesem Zeitpunkt stand ich dann natürlich auch „in vorderster Front“ und machte einige Fotos von der kleinen „Auslaufparade“. Wie allgemein üblich, wurde das riesige Schiff von vielen kleinen Ausflugsbooten begleitet, deren Kapitäne sich offenbar wie Kinder freuten, endlich ‘mal wieder ihre fast schon eingerosteten Schiffssirenen betätigen zu können… 😉

Nach dem Abendessen stand noch ein kleiner Spaziergang auf dem Programm; jetzt werde ich noch etwas TV gucken und danach wohl bald schlafen gehen. Morgen geht’s dann endgültig wieder zurück nachhause.

2 thoughts on “Menschenjagd im Darßer Wald”

    1. Freut mich sehr, dass dir die Fotos gefallen haben, Sandra. Meine Kurzreise dorthin wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein; es ist wirklich superschön dort! Herzlichen Dank für deinen Kommentar!

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