Heute bin ich schon ziemlich früh aufgestanden. Nach einem Müsli-Mini-Frühstück (damit’s schneller ging) und einem Cappuccino war ich um 07:00 Uhr schon wieder unterwegs! Bevor es aber auf die Autobahn ging, stand zuerst ‘mal der fällige Tankstopp auf dem Programm. Der Liter Diesel kostete hier 146,9 Cents, ganz schön happig, fand ich…

Kurze Zeit später ging es auch schon über die Grenze nach Österreich, dann in die Schweiz und später nach Italien. Die Tour über die Alpen war wieder ‘mal sehr schön; es gab kaum Verkehr (sicher auch wegen der frühen Stunde am Sonntag) oder Baustellen. Für Österreich und die Schweiz hatte ich mir vorher schon Vignetten besorgt; die Mautstellen in Italien kannte ich ja auch schon, sodass ich ohne Überraschungen und Probleme meinem Ziel immer näher kam.

Ein paar Tage vor meiner Reise hatte ich mir schon den Campingplatz Caravan Park La Vesima, etwas westlich von Genua und direkt am Meer gelegen, ausgesucht. Den hatte ich angeschrieben und um eine Reservierung für zwei Übernachtungen gebeten. Auch das klappte problemlos, und so fuhr ich bereits um 14:20 durch das Tor und betrat die Rezeption.

Die junge Dame, die dort gerade Dienst tat, bereitete mir einen überaus herzlichen Empfang, sodass ich mich sofort wie zuhause fühlte. Sie sprach ziemlich gutes Deutsch, was allerdings weniger an der Herkunft ihrer Gäste hier lag, sondern weil sie ein paar Jahre lang in Deutschland gelebt und studiert hatte.

Sie erklärte mir alles, klärte mich auch darüber auf, wie man am besten nach Genua gelangen würde und wünschte mir dann einen schönen Aufenthalt. Sie riet mir übrigens ganz energisch davon ab, mit dem Fahrrad in die große Stadt zu fahren; das sei wegen der engen und kurvigen Küstenstraße und wegen des extrem dichten Verkehrs viel zu gefährlich! Da ich bereits einen Teil dieser Strecke gefahren bin, um hierher zu gelangen, konnte ich sie gut verstehen. Meine sonst übliche Radtour „schminkte“ ich mir daher jetzt schon ‘mal ab.

Sie zeigte mir den Stellplatz, den sie für mich vorgesehen hatte; der war auch völlig in Ordnung! Ich richtete mich etwas ein, kümmerte mich um die im Preis enthaltene Stromversorgung und machte dann eine ausgedehnte Kaffeepause. Im Freien natürlich; es war hier angenehm warm!

Ich war sehr zufrieden mit dem Ablauf dieses Tages! Die Fahrt hierher war angenehm entspannt und gleichzeitig aber auch spannend, besonders wieder, wie schon 2016, die Fahrt durch das schöne Tessin, an Lugano vorbei. Irgendwann werden ich dort ‘mal ein paar Tage verbringen müssen, so viel steht ‘mal fest…

Nach dem Kaffee machte ich ein kurzes Nickerchen, danach wollte ich aber natürlich unbedingt noch ans Meer! Am östlichen Ende des Campingplatzes passiert man ein kleines Tor, das mit einem Zahlencode gesichert ist, dann geht’s durch die Unterführung der Bahngleise, und schon ist man am Strand!

Zugegeben, dieser Strand ist nicht gerade mit der Copacabana zu vergleichen. Der Sand ist nicht nur schwarz statt weiß, sondern auch noch ziemlich grobkörnig, fast sogar steinig, und so machte sich beim ersten Anblick eine kleine Enttäuschung in mir breit! Aber ich will hier ja schließlich keinen Strandurlaub verbringen, sondern habe ganz andere Dinge vor…

Ich schaute mich ein wenig um, machte ein paar wenige Fotos (dicke Wolken verdeckten jetzt immer wieder die Sonne) und wanderte dann schließlich auf der westlichen Seite zurück zum Campingplatz.

Zur Feier des Abends und meiner Ankunft in Italien gab’s danach einen erfrischenden Cocktail aus Gin, aromatisiertem Tonic Water und Eis; ich verschickte ein paar WhatsApp-Nachrichten samt Fotos und machte mir später etwa zu essen.

Der morgige Tag steht komplett für eine kleine Erkundung von Genua zur Verfügung. Ich bin vorhin noch einmal schnell zur Rezeption gegangen und habe mir für 1,60 EUR schon ‘mal ein kombiniertes Bus- und Bahnticket besorgt; das gilt allerdings nur für die Hinfahrt! Ich bin schon sehr gespannt, wie es in Genua aussehen würde; seit meinem allerersten (und bis heute auch letzten) Besuch sind immerhin schon über 50 Jahre vergangen… 😉

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